Denkzettel 226

Möglicherweise leben wir (je) in der besten der uns (je) möglichen Welten.
Die andauernde Skepsis daran, ob es wirklich die beste ist, eröffnet dabei stets den Blick auf die anderen uns (je) möglichen Welten.
So haben wir (je) immer die Möglichkeit, die gerade beste unseren (je) möglichen Welten zu wählen.
(Manchmal auch von jetzt auf nachher — und wieder zurück, oft unbemerkt. Eine beste Welt hat eine sehr kurze Halbwertszeit.)

Denkzettel 193

Die Subjektivität transzendieren, darum geht’s, diese Grenze will überschritten sein: Objektivität erlangen, etwas über die Welt ohne den Menschen sagen können. Doch wo wären all die Objekte, mithin die Objektivität, ohne Subjekt? Würde/n sie überhaupt existieren? Ja, ja, geben würde es sie wohl, indes: eben nur als sinnlose Materie.

Denkzettel 114

Diese, unsere, Welt besteht nicht aus ‚dem Menschen‘, sondern aus den Menschen. Nicht aus einer Form, sondern aus Inhalten. Nicht daraus, wie es immer sein soll, sondern wie es ist, von Moment zu Moment.

Sie besteht aus Wirklichkeit, nicht aus Wahrheit — diese ist eine Idee von uns, mittels der wir uns in unserer Wirklichkeit orientieren können. Die uns einen Plan vermittelt.

Die intelligible Wirklichkeit, unsere kultürliche Welt, ist aus den Wahrheiten der Menschen über die natürliche Welt zusammengesetzt.

So also: Konstruiert, nur ohne Überplan. Denn ‚den Menschen‘ gibt es nicht. Es gibt ‚Leitideen‘ zu ihm — und  … Weiterlesen➜