Denkzettel 259

Es könn­te zu­wei­len schon ge­meint wer­den wol­len, das Pa­ra­dig­ma mo­der­nen Li­be­ra­lis­mus’ sei ein Gus­to, schal­ten und wal­ten zu kön­nen – auch über an­de­re oder an­ders Freie – und die Re­pa­ra­tur der Fol­gen der un­ver­meid­li­chen Feh­ler – man ist ja Mensch! – die­ser schal­ten­den Ge­walt resp. die­ses wal­ten­den Ge­schalts den Seg­nun­gen zu­künf­ti­ger Tech­no­lo­gien zu überlassen.
(Was ist aus der gu­ten al­ten Li­be­ra­li­tät geworden?)

Denkzettel 231

Der Au­to­ri­ta­ris­mus bie­tet je­nen, die sich ihm un­ter­tun – oder un­ter­ge­tan wer­den –, das frei sein vom „frei sein zu“. Ger­ne ver­kauft er sich so als ei­ne Form von Li­be­ra­lis­mus; ge­riert sich in sei­nen An­fän­gen, um zu ver­fan­gen, als Freiheitsgarant.

Eben: Als ‚-is­mus‘ wird das Li­be­ra­le be­wor­ben und ver­kauft. Schon al­lein da­mit scheint das Au­to­ri­ta­ris­ti­sche dar­in auf.