Denkzettel 203

Je­der hat auf die An­sprü­che an­de­rer Rück­sicht zu neh­men, lässt sei­ne Frei­heit, sei­ne: Macht, zu Guns­ten an­de­rer fah­ren, führt, zum En­de hin ge­dacht, in ei­ne an­ar­chis­ti­sche (=in­dif­fe­ren­te) Star­re, die Frei­heit ver­flüch­tigt sich in Al­len. Das Ge­gen­teil, je­der ver­sucht sei­ne Frei­heit auf Kos­ten an­de­rer durch­zu­set­zen, führt zu ei­ner ar­chai­schen (=to­ta­li­ta­ris­ti­schen) Star­re, die Frei­heit ver­fes­tigt sich in Ei­nem. Wol­len wir al­le frei le­ben und dies al­len an­de­ren auch zu­ge­ste­hen – und da­von ist lei­der nur idea­ler­wei­se ver­nünf­ti­ger­wei­se aus­zu­ge­hen – bleibt wohl nichts an­de­res, als die We­ge in die Er­star­rung zu meiden.

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