Denkzettel 170

„Le­ben heißt Lei­den“, heißt es, doch nie­mand sag­te, am Lei­den wä­re auch zu leiden.

(Über­win­dung des Leids heißt nicht, es zu ver­drän­gen, zu ver­ste­cken oder sich in Gleich­gül­tig­keit zu üben oder es gar aus der Welt schaf­fen zu wol­len. Es heißt, das Leid er­trag­bar zu ma­chen. Denn dann ver­schwin­det es, oh­ne dass es, mit wel­chen Tricks auch im­mer, ver­nich­tet wer­den müss­te. Und frei­lich hat auch ei­ne sol­che Hal­tung, wie so vie­les, sei­ne in­di­vi­du­el­len Ge­stal­tun­gen und Grenzziehungen.)

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