Denkzettel 126

Über sich nichts als die Wei­te – tie­fe Wei­te – des Him­mels, in sich nichts als die Tie­fe – wei­te Tie­fe – der Unergründlichkeit.
Ein sol­cher Mensch, der so zu le­ben ver­steht, sich so zu spü­ren wagt und al­so ver­mag, be­darf kei­nes Got­tes, Über­men­schen oder an­der­wei­ti­gen Meis­ters mehr: Er ist Mensch, durch und durch; oh­ne Lob, oh­ne Tadel.

Er ist Mensch. An, und für, sich.

(Oder auch: Der Mensch fin­det sich – so er sich über­haupt sucht oder su­chen muss, so er sich al­so: ver­lo­ren fühlt – schwe­bend zwi­schen sei­ner ob­jek­ti­ven Un­er­reich­bar­keit und sei­ner sub­jek­ti­ven Unergründlichkeit.

Und fin­det sich eben nicht, son­dern fin­det sich so vor — weil er sich nie ver­lo­ren hatte.) 

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