Denkzettel 171

Verstanden werden zu können, eine Pflicht, des Sozialen, der Dividenden wegen; ohne dies das Individuum, das In-Dividende, schwerlich ein Auskommen gestalten kann, hienieden. Daneben – und die Kunst ist: nicht dagegen – die Kür: es ertragen können, nicht verstanden werden zu können. Nun eben nicht aus eigenem oder dem Unvermögen der Anderen (oder des Anderen, im Falle der Realität, der „Natur“). Sondern wegen des Prinzips der Einzigartigkeit, dieses das Universum durchwaltend und es so zum polymorphen, letztlich unbestimmbaren Ganzen wandelnd. Daraus, aus dieser Unvergleichbarkeit einer/s Jeden, je einen ureigensten Gewinn schmieden zu können, so eine Dividende gestalten zu vermögen,  … Weiterlesen➜

Denkzettel 170

„Leben heißt Leiden“, heißt es, doch niemand sagte, am Leiden wäre auch zu leiden.

(Überwindung des Leids heißt nicht, es zu verdrängen, zu verstecken oder sich in Gleichgültigkeit zu üben oder es gar aus der Welt schaffen zu wollen. Es heißt, das Leid ertragbar zu machen. Denn dann verschwindet es, ohne dass es, mit welchen Tricks auch immer, vernichtet werden müsste. Und freilich hat auch eine solche Haltung, wie so vieles, seine individuellen Gestaltungen und Grenzziehungen.)