Philosophie

Grundlegend ist hier mit der adjektivischen oder adverbialen Bestimmung „philosophisch“ eine gewisse Form des Ins-Offene-gerichtet-seins verbunden. Ph. kümmert sich so eher weniger um so etwas wie ‚Wahrheit‘, sondern richtet den Blick ins Unbestimmte, in die Wirklichkeit, in der Wahrheit keine Rolle spielt, weil die Frage nach Wahrheit oder Falschheit irrelevant ist, bzw. mit einem Bewusstsein ins Unbestimmbare geblickt wird, dass über Wahrheit und Falschheit nichts gesagt werden kann. Letztlich ist es ein Blick in die Mannigfaltigkeit menschlicher, als auch die eines Menschen, Praxis, Lebenspraxis, Lebensvollzug. Und beschränkt sich dabei auf den Versuch der klaren Beschreibung dessen, was als Ist, im Sinne von Sein, bewegtes Ist, angeschaut werden kann.

Es ist also eine Anschauungsbeschreibung, Wirklichkeitsdarlegung. Und diese nun eben nicht in Hinsicht auf eine bestimmte empirische oder nicht-empirische Wissenschaft, sondern als Ganzheit.

Die Vorstellung eines Ganzen spielt im hier verwendeten Philosophiebegriff eine besondere Rolle. Wir meinen ja damit etwas – auch wenn wir über ein absolutes Ganzes sprechen und dort dann ganz besonders. Wir meinen damit etwas, über das wir nichts sagen können, wo also alle Wissenschaft an ihre Grenze gelangt, weil sie Begrenztes zur Grundlage hat, sonst könnte sie nicht Wissenschaft sein.

Doch die Forschung, die etwas zu zeigen vermag, auf etwas hindeuten kann, nicht. Forschend können wir mit einem absoluten Ganzen, das notwendigerweise keine Grenze haben kann, umgehen – wissenschaftlich nicht. Theologien, Esoterik und andere Versuche, ein absolutes Ganzes in irgendeiner Form (pseudo-)wissenschaftlich zu fassen, fallen nicht unter den hier beschriebenen Begriff des Wortes „Philosophie“. Und insofern es eben eine Beschreibung der Erforschung des Mensch-seins hinsichtlich seiner Ganzheit ist, ist es philosophische Anthropologie, allerdings ohne wiss. Anspruch, also vielleicht eher so etwas wie eine philosophische Anthropographie.

Die Methode dieser Erforschung gründet in der Intuition