Denkzettel 117

Mit ei­ner Er­war­tung ist die Schuld schon in die Welt ge­bracht, mit­hin: ei­ne Mo­ral — Er­war­tun­gen schaf­fen Wer­te. („Prin­zip Hoff­nung“: die Welt der Gläubige{n|r}.)

Wird die Schuld be­gli­chen, ist die Rech­nung be­rei­nigt, der Schuld ge­recht ge­wor­den, ge­nü­ge ge­tan. Mit der Be­glei­chung ei­ner Schuld ent­steht Ge­rech­tig­keit. Gleichheit.

Ei­ne Welt oh­ne Er­war­tun­gen wä­re ei­ne un­schul­di­ge Welt. Ei­ne ‚wert­lo­se‘ Welt. Ei­ne wert­freie. Viel­leicht dann ei­ne Welt vol­ler Ach­tung für die ‚Wert­lo­sig­keit‘, für die Frei­heit der Wer­te? (Statt de­ren Ein­ker­ke­rung in ei­nen Schuldturm.)

Ei­ne Welt der: Ach­tungs­mo­ral? Ei­ne Welt der an­er­kann­ten und an­er­ken­nen­den, un­glei­chen Selbst­zwe­cke — und nicht ei­ne der durch Schuld und de­ren Be­glei­chung ge­schaf­fe­nen blo­ßen Mittel?

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