Betrachtungen

… sind mehr oder weniger detaillierte, eher nicht-ratioïde, so betrachtet: vernünftig intuitive, Versuche der Beschreibung von Gesehenem aus einer subjektiven Position, von denen her eine Sache, Angelegenheit, ein Ding, ein Sachverhalt, gehoben verallgemeinert: eine Entität, in den Blick genommen, geschaut wird. Es sind Darlegungen von Perspektiven, Artefakte aus einem Ex-Peri-Mental-Labor (hier gr.-lat. gemeint: aus dem umfassenden Geistigen heraus arbeitend.). Meditationen, auch, frei fließend, Einsichten ver-suchend.

Jaspers Geist

Ein guter Freund hat mir die gedruckte Version – ein merkwürdiges Gefühl, ein Büchlein in der Hand zu halten, das 1947 in Nördlingen gedruckt und in München herausgegeben wurde; als hielte man Geschichte in den Händen – eines Vortrages von Karl Jaspers im Jahr 1946 zukommen lassen: »Vom europäischen Geist«. Ein gehaltvoller Text, den Jaspers da gesetzt hat. Sehr bedenkens- und mehrmaliger Lektüre wert, und seien es nur einzelne Kapitel. Da ist so manches zu lesen und das nun aus einer Perspektive, die die Annahmen, die dort gemacht wurden, prüfen kann. Sehr aufschlussreich, wie ich finde.

Vor dem ersten

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Wahrheit & Wirklichkeit

Über Kultur & Natur, Verstand & Vernunft, Erkenntnis & Einsicht. Über den Menschen. Als Tier.

Inwieweit kann über das Leben philosophiert werden im Sinne: eine ‚Wahrheit‘, (objektive) ‚Erkenntnisse‘, ‚Wissen‘ zu (er)finden?

Inwieweit findet sich die Philosophie des Lebens darin: es einfach zu leben, das je eigene Leben, wie es sich für ein Individuum ergibt, ergeben mag, ergeben will?

Darin, das je eigene Leben für sich zu bejahen, in aller Konsequenz — und über so gewonnene ‚Ansichten‘, (subjektive) ‚Einsichten‘, ‚Weisheit‘ sich, durchaus sich selbst und gegenseitig kritisch hinterfragend, auszutauschen, den eigenen Horizont so also erweiternd.

Inwieweit wäre eine Philosophie des  … Weiterlesen➜

Ein Blick nur

Eine kurze Meditation.

Die Tat der Sache ist es,
sich zu Anderem zu verhalten.

Ist es eine Tat der Sache? Doch wohl eher eine Tat eines Wesens.

Nicht die Sache ist der Täter, das Tätige. (Es ist z. B. ein Mensch.)

Ein Stein wird erst durch z. B. den Menschen zum Werkzeug, ein Hammer zur Keule.

Was also ist eine Tatsache? Die Wirklichkeit eines Sachverhaltes! Das Wirklich werden eines Sachverhalts, z. B. durch den Menschen.

Die Aussage: „Das Gras ist grün.“ wird erst durch ein Wesen wahr, wirklich. (z. B. durch einen Menschen.)

Doch ein geeignetes Messinstrument belegt doch, dass das Gras auch  … Weiterlesen➜

Und die Moral von der Geschicht’ …

Nietzsches »Jenseits von Gut und Böse«, nur anders

Das „Jenseits von“ dieser Betrachtung ist das Jenseits von Mythos und Logos und will nun überhaupt keine Theologie als Grammatik verstehen (Wittgenstein/Luther) oder andere Tricks einsetzen, um über etwas zu reden, wovon notwendigerweise nur geschwiegen werden kann. Dies Jenseits ist gefasst in Sprachlosigkeit, über die gesprochen werden soll, auch wenn sie eben nicht direkt ausgesprochen werden kann. Denn in dieser Sprachlosigkeit verschwindet der Mensch ja nicht. Er bleibt ja da — nun eben als Natur-, nicht als Kulturwesen. Seine Lebenswelt mag da seine Grenze finden, seine natürliche Weltlich- und Wirklichkeit  … Weiterlesen➜

Zeitgeist

Wie entstehen Vergangenheit und Zukunft? Was ist Gegenwart?

Wir1ꜜDas „Wir“ wird in dieser Betrachtung stilistisch verwendet und meint „Wir Menschen“. Freilich ist damit keinerlei normativer Anspruch für … Weiterlesen... alle werden das wohl kennen: Unsere Erinnerung beginnt nicht am Tag unserer Zeugung, sondern erst sehr viel später. Wo sind wir während dieser Zeit? Gab es uns überhaupt?

Wer sich einmal den Moment der ersten Erinnerung vergegenwärtigt, sollte feststellen können, dass erst ab diesem Zeitpunkt  … Weiterlesen➜

Kampfgeist

Ausgeglichenheit als lebhafte Ruhestifterin

Wer kennt sie nicht, die Kampfkunst Aikido (jap.: 合気道)? Wohl eher: viele. Andere Dinge mit „-do“ am Ende (nein, es ist kein Englisch und steht nicht für „tun“ … obgleich…) sind da geläufiger: Judo, zum Beispiel. Allerdings wird es sich im Großen und Ganzen damit auch schon erschöpft haben.

Das „-do“ stammt hier aus dem Japanischen und bedeutet „Weg“. Freilich ist nicht die Autobahn A5 gemeint, sondern „Weg“ meint hier eine Metapher. „道“, „DO“ in der sog. KUN-Lesung, so gibt das Kanji-Lexikon1ꜜhttps://mpi-lingweb.shh.mpg.de/kanji/ — die im Japanischen verwendeten Schriftzeichen chinesischen Ursprungs werden Kanji  … Weiterlesen➜