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Volker Homann

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Neueste Beiträge

Denkzettel 228

Selbst wenn sich ein Universum ohne Menschen vorgestellt werden kann, ist da mindestens ein Mensch, der sich ein Universum ohne Menschen vorstellen kann. Was geschieht mit diesem Universum, diesem: Ganzen, wenn auch dieser Mensch daraus verschwindet? Was kann – muss! – dann noch über dieses Ganze gesagt werden? Existiert (Verb!) es dann überhaupt — wenn das letzte empfindungsfähige Wesen aus ihm entwichen ist? Oder bleibt dann nichts als ein amorphes, ananthroposales ‚Energetisches‘, eine Potentialität, reine Form ohne jegliche Gestalt, die ja durchaus „Sein“ (Nomen!) genannt werden könnte? (Und eben nicht „Nichts“. Indes nun: Leer — ohne Gestalt, also ohne  … Weiterlesen➜

Denkzettel 227

Lessing, der mancherlei Beschränkung unwillig fühlte, läßt eine seiner Personen sagen: „Niemand muß müssen.“ Ein geistreicher frohgesinnter Mann sagte: „Wer will, der muß.“ Ein dritter, freilich ein Gebildeter, fügte hinzu: „Wer einsieht, der will auch.“

Und so glaubte man den ganzen Kreis des Erkennens, Wollens und Müssens abgeschlossen zu haben. Aber im Durchschnitt bestimmt die Erkenntnis des Menschen, von welcher Art sie auch sei, sein Tun und Lassen; deswegen auch nichts schrecklicher ist, als die Unwissenheit handeln zu sehen.

Johann Wolfgang v. Goethe

Jaspers Geist

Ein guter Freund hat mir die gedruckte Version – ein merkwürdiges Gefühl, ein Büchlein in der Hand zu halten, das 1947 in Nördlingen gedruckt und in München herausgegeben wurde; als hielte man Geschichte in den Händen – eines Vortrages von Karl Jaspers im Jahr 1946 zukommen lassen: »Vom europäischen Geist«. Ein gehaltvoller Text, den Jaspers da gesetzt hat. Sehr bedenkens- und mehrmaliger Lektüre wert, und seien es nur einzelne Kapitel. Da ist so manches zu lesen und das nun aus einer Perspektive, die die Annahmen, die dort gemacht wurden, prüfen kann. Sehr aufschlussreich, wie ich finde.

Vor dem ersten Weltkrieg

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Unbrauner Fliegenschiss

2500 Jahre sind ca. 84 Generationen à 30 Jahre.

84 Generationen geschriebene Philosophie.

30 Jahre: Nichts. (Aus der Perspektive eines 58-Lenzigen.)

2500 zu 84.

84.

Nur!

Nur!!

Selbst wenn die Menschheitsgeschichte Artefakte findet, die 5000 Jahre alt sind:

Das sind nur 167 Generationen!

Nur ! !

5000 zu 167.

Das ist: So gut wie nichts. Ein Hüsteln des Menschseins, allenfalls, wenn überhaupt.

Und jetzt als ungefähre Gleichung:

84 ~ 2500/30.
167 ~ 5000/30.

Oder, umgeformt:

30 ~ 2500/84.

Pascal: Sternschnuppe.

(Magie der großen Zahl / Realität der schlichten Relation.)

Nur ! !

Will hinweisen auf: nach nur 84 Zyklen  … Weiterlesen➜

Turing-Test

Oder: Was macht ein Argument zwanglos zwingend besser?

Alan Turing stellte sich 1950 die Frage, wie man wohl feststellen könnte, ob eine Maschine, vom Computer ist die Rede, ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen habe und entwickelte den nach ihm benannten Test1ꜜhttps://de.wikipedia.org/wiki/Turing-Test. In Zeiten sog. künstlicher Intelligenz eine Frage, die wir uns vielleicht des öfteren stellen (sollten), wenn wir am Telefon ein Telekommunikationsproblem lösen wollen oder in einem Chat in einer Unterhaltung uns  … Weiterlesen➜

Sippensüppchen

Über Hunde und Rindviecher. Über Identität und Ideologie. Was Rassismus mit der sog. künstlichen Intelligenz zu tun haben könnte.

Derzeit häufig zu vernehmen sind „Rassismus“ und anverwandte Wortbildungen mit „Rasse“ — bezogen auf den Menschen, auch wenn feststeht1ꜜvgl. Jenaer Erklärung., dass sich die verschiedenen Normvarianten des Menschen nicht wie Hunde oder Rindviecher in Rassen unterteilen lassen2ꜜUnd die Frage aufkommen darf, ob es da nicht ebenso ist. „Rasse“ mächte  … Weiterlesen➜